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Dankesrede Präsidium Jungfreisinnige Schweiz

es gilt das gesprochene Wort

Liebe Jungfreisinnige, geschätzte Freunde

Danke! Danke für die harten Diskussionen in den letzten Wochen, für das Vertrauen, welches ihr mir gestern geschenkt habt, und für die Zuversicht, die wir nach dem Kongress in der Bundeshauptstadt nach Hause nehmen.

«Für jungfreisinnige Verhältnisse [ist Andri] erstaunlich bodenständig»

Das Zitat von einem JUSO-Mitglied im Tagesanzeiger vor zwei Jahren hat mich dazu angeregt, über das Wesen des Jungfreisinnigen Mitglieds nachzudenken. Wieso verirrt sich jemand zu den Jungfreisinnigen?

Meist ist es wohl das persönliche Interesse am politischen Geschehen, kombiniert mit dem Willen, etwas im liberalen Sinne zu verändern. Ob durch eine Freundin, über die (sozialen) Medien oder bei einer Standaktion. Die meisten Neumitglieder sind vor ihrem Beitritt bereits mit dem Jungfreisinn in Kontakt gekommen. Wir alle sind nach aussen ein Aushängeschild unserer Partei. Nutzen wir diese Möglichkeit, um die Präsenz und Wahrnehmung des Jungfreisinns zu steigern!

Nun aber zurück zum Zitat. Nicht selten tritt man als Jungfreisinniger gegen Klischees an. Abgehoben und elitär, seien die Jungfreisinnigen. Würden die Urheber solcher Sprüche an einen Kongress von uns teilnehmen, wären viele Vorurteile widerlegt. Diese Vorurteile haben mich motiviert, das Jungfreisinnige Mitglied stärker unter die Lupe zu nehmen.

Wir alle sind überdurchschnittlich interessiert an der gesellschaftlichen Entwicklung. Dafür setzen wir einen Teil unserer Freizeit ein. Der grosse Teil von uns ist in der Berufslehre, studiert oder startet gerade sein eigenes Unternehmen. Ich bin unheimlich stolz zu sagen, dass wir enorm viele Talente in unseren Reihen haben. Dank dem Einsatz von euch allen sind wir die wohl bestaufgestellte Jungpartei im Land. Lasst uns dieses Potenzial vollkommen ausschöpfen!

Ein grosses Engagement und viel Wissen – ist das alles, was uns auszeichnet? Um unsere Identität zu erforschen, muss man die DNA unserer Mitglieder kennen. Wir teilen viele Eigenschaften untereinander:

  • Offenheit gegenüber der Zukunft
  • Liberales Gedankengut und Neugier
  • Unternehmergeist und Zielstrebigkeit
  • Eigenverantwortliches Handeln

Diese Eigenschaften prägen nicht nur uns als Person, sondern in der Konsequenz auch die Jungfreisinnige Partei der Schweiz. Die Jungfreisinnigen sind die Kraft, welche den aktuellen Zeitgeist kritisch hinterfragen. Der ständige Ruf nach mehr Staat, mehr Bevormundung und mehr Zentralismus hat bisher die Politik in den 2000er Jahren geprägt. Könnt ihr euch an die letzte grosse Liberalisierungsrunde erinnern? Leider ist dies nicht einfach.

In der Aussenpolitik hat der Volksentscheid zur Masseneinwanderungsinitiative wohl die Personenfreizügigkeit in der heutigen Form beerdigt. Die Energiepolitik geht in grossen Schritten in Richtung Verstaatlichung. In der Gesellschaftspolitik hinken wir liberalen Vorbildern hinterher. Das Kaputtregulieren der Finanzbranche sowie die allgemeine Verschärfung von Verordnungen und Gesetzen (Beispiel: Arbeitszeiterfassung) zeigen ihre ersten negativen Wirkungen. Der so genannte Generationenvertrag in der Altersvorsorge avanciert zu einer Farce. Der Bevormundungsstaat verhindert mit seiner Vollkaskomentalität Innovation und gesundes Wachstum.

Es ist aber nicht unser Stil, zu klagen, ohne Alternativen vorzuschlagen. Als liberale Partei, ob in Wirtschafts- oder Gesellschaftsfragen, arbeiten wir konstruktiv an der zukünftigen Schweiz mit:

  • Wir fordern einen freien Personen- und Warenverkehr, um weiterhin international in der Champions League mitspielen zu können
  • Wir wollen eine marktorientierte Energiepolitik, die nicht aus Subventionen und bevormundeten Vorschriften besteht
  • Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der nicht das Geschlecht oder die sexuelle Ausrichtung bestimmt, mit wem man heiraten darf
  • Wir wollen eine Wirtschaft, die in Freiheit innovativ und erfolgreich sein kann
  • Wir wollen eine Altersvorsorge, die eigenverantwortliches Sparen belohnt und nicht die junge Generation bestraft

Wir alle haben die Möglichkeit, diese Bestrebungen im positiven Sinne zu beeinflussen. Nur, wie machen wir das?

  • Wir gehen nach draussen, verbreiten unsere Begeisterung und Überzeugung beim Feierabendbier, während unzähligen Strassenaktionen oder bei der Arbeit und Ausbildung
  • Wir fördern aktive Mitglieder, welche in ihrer Region ein hohes Potenzial aufweisen und als zukünftige Aushängeschilder wahrgenommen werden können
  • Wir verstärken den Bereich Online und Kampagne mit Nachdruck, um die «Marke Jungfreisinnige» zu stärken und ihr mehr Präsenz zu verleihen
  • Wir legen Wert auf die parteiinterne Vernetzung, um gute Ideen auszutauschen und neue Köpfe kennenzulernen

Seien wir stolz, auf das, was wir bisher geleistet haben, und freuen wir uns, zusammen die Schweiz zu verändern. Kommt auf uns zu, wenn ihr Ideen habt, Euch einbringen wollt oder Kritik anbringen wollt. Eine offene und ehrliche Streitkultur hilft uns, uns zu verbessern und stetig dazuzulernen. Meine Türe ist stets offen für Anliegen jeglicher Art.

Und jetzt heisst es: Ab an die Arbeit. Es lebe der Jungfreisinn!


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