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Ohne Vernetzung kein Fortschritt – Mein «auftakt» in der Fachzeitschrift digma

Man kommt heutzutage nicht mehr um das Wort «smart» herum. Ob eine Stadt, das Wohnen, die Arbeit – alles soll heute «smart» sein. Doch wie gescheit sind wir überhaupt? Gemessen am Wissen der Weltbevölkerung wissen wir

verschwindend wenig. Viel von unserem Wissen geben wir zudem – im Sinne von Out- sourcing – weiter, da es anderswo günstiger umgesetzt werden kann.

Die Halbwertszeit eines Wissensvorsprungs ist heute bedeutend kleiner als noch vor zehn Jahren. Es reicht somit nicht aus, «nur» auf das Wissen zu setzen. Ich bin über- zeugt, dass die Vernetzung zwischen verschiedenen Menschen, verschiedenen Ma- schinen sowie dem Menschen und der Maschine den entscheidenden Mehrwert lie- fert. So, dass eins plus eins nicht zwei, sondern drei gibt.

Was heisst das für die Schweiz? Natürlich müssen wir auch weiterhin viel Zeit und Geld in unser duales Bildungssystem investieren. Würden wir dies nicht tun, gäbe es einen Stillstand und wir kämen nicht weiter. Denn die Vernetzung von nichts gibt im- mer noch nichts.

Die Politik soll den Fokus aber verstärkt auch auf die Vernetzung per se legen. Was braucht es für Rahmenbedingungen, damit unsere Computer das miteinander kom- munizieren, was wir wollen, ohne dass wir ihnen dies jedes Mal mitteilen müssen? Wie sieht die Wertschöpfungskette aus, dass mein Kühlschrank weiss, ob er einen Liter Milch beim Bauern bestellen soll oder nicht? Wie bringen wir Menschen zusam- men, die noch nicht voneinander wissen, zusammen aber Tolles entwickeln könnten? Neue Formen des Zusammenlebens, aber auch der Arbeitsweise können hier Abhilfe schaffen.

Die Politik ist nun gefordert: Im Hochbau und der Stadtentwicklung müssen wir mehr Flexibilität und Agilität zulassen, so dass sich Räume den gesellschaftlichen Realitä- ten schneller anpassen können. Für den digitalen Raum brauchen wir ein gemeinsa- mes Verständnis über die ethischen Grundsätze und gesetzlichen Leitplanken, um mehr aus unseren Datenschätzen in unseren Computern rauszuholen, ohne dabei die Privatsphäre jeder und jedes Einzelnen einzuschränken.

Das Outsourcing von geteiltem Wissen kann zur Optimierung der Geschäftsprozesse hilfreich sein, eine gute Vernetzung aber ist unbezahlbar.

Mein «auftakt» in der «digma – Zeitschrift für Datenrecht und Informationssicherheit»


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