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Medienberichte

Viele innovative Jungunternehmen sind in ihrer Existenz bedroht (Tagesanzeiger)

5. April 2020
Die Corona-Krise trifft innovative Jungunternehmen besonders hart. Sie sollen eine spezielle Überbrückungshilfe erhalten, die der Bundesrat demnächst vorlegt. Mehr als die Hälfte hochinnovativer Start-ups fürchten derzeit um ihre Existenz. Und 70 Prozent sagen, dass die bisher vom Bundesrat beschlossenen die akuten Liquiditätsprobleme nicht lösen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage von Venturelab, ...

Viele innovative Jungunternehmen sind in ihrer Existenz bedroht (Tagesanzeiger)

5. April 2020

Die Corona-Krise trifft innovative Jungunternehmen besonders hart. Sie sollen eine spezielle Überbrückungshilfe erhalten, die der Bundesrat demnächst vorlegt.

Mehr als die Hälfte hochinnovativer Start-ups fürchten derzeit um ihre Existenz. Und 70 Prozent sagen, dass die bisher vom Bundesrat beschlossenen Überbrückungskredite die akuten Liquiditätsprobleme nicht lösen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage von Venturelab, das Start-up-Programme durchführt. An der Ende März durchgeführten Umfrage haben sich 660 Hightech-Jungunternehmen mit knapp 6000 Vollzeitstellen beteiligt. Oft entstehen diese Start-ups aus jahrelanger Forschungstätigkeit an Hochschulen. Laut Venturelab sind die Ergebnisse aussagekräftig, da praktisch alle Start-ups aus diesem spezifischen Segment Stellung bezogen hätten. […]

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Erfolgreiche Startups nutzen ihr Netzwerk für darbende Branchen (startupticker.ch)

3. April 2020
Dank einer Initiative des Startups poinz und schwergewichtiger Partner können geschlossene Geschäfte und Restaurants einfach Gutscheine verkaufen. Derweil sammeln Eventfrog und I believe in You Geld für Künstler und Musiker.  hat in den vergangenen Jahren Treue-Stempelkarten erfolgreich digitalisiert. 500’000 Nutzer weist die gleichnamige Treuekarten-App derzeit auf. Ab heute kann man in ...

Erfolgreiche Startups nutzen ihr Netzwerk für darbende Branchen (startupticker.ch)

3. April 2020

Dank einer Initiative des Startups poinz und schwergewichtiger Partner können geschlossene Geschäfte und Restaurants einfach Gutscheine verkaufen. Derweil sammeln Eventfrog und I believe in You Geld für Künstler und Musiker.

Poinz hat in den vergangenen Jahren Treue-Stempelkarten erfolgreich digitalisiert. 500’000 Nutzer weist die gleichnamige Treuekarten-App derzeit auf. Ab heute kann man in der Smartphone App nun Wertgutscheine diverser Schweizer Geschäfte kaufen, auch wenn diese geschlossen haben. Die Gutscheine werden in der App abgelegt und können bei Wiedereröffnung des Geschäftes eingelöst werden. Schon über 200 Geschäfte sind dabei. Auf der Seite www.togetherstrong.chkönnen sich weitere KMU kostenlos registrieren.

«Das Geschäft erhält sofortige Liquidität – genau das, was es jetzt braucht. Der Käufer unterstützt also sein Lieblingsgeschäft und erhält selber 5% Rabatt beim Kauf des Gutscheines», erklärt Blum. Gemeinsam mit der Kommunikationsagentur «Blofeld» und der Genossenschaft «ProBon» hat man nun eine Kampagne ins Leben gerufen, um die Möglichkeit des Gutscheinkaufs bekannter zu machen. Unterstützt wird die Initiative von Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik. Unter anderem agieren Andri Silberschmidt (FDP Nationalrat und Gründer der Gastrokette «kaisin») und Nicolas Bürer (Managing Director Digital Switzerland) als Botschafter.

Bereits vor einigen Tagen hat die Sport-Crowdfunding-Plattform I believe in you ein besonderes Projekt für den Schweizer Sport gestartet. In den Solidaritätspott auf ibelieveinyou.ch können sowohl Firmen wie auch Private einzahlen und damit einen Beitrag für betroffene Athletinnen und Athleten oder Clubs und Veranstalter leisten. Am Ende der Projektlaufzeit wird die Gesamtsumme an betroffene Athletinnen und Athleten oder Vereine und Veranstalter ausgeschüttet. Diese können mit ihrem Projekt auf ibelieveinyou.ch einen Antrag auf einen Beitrag aus dem Pott stellen. Die Projekte werden im Solidarity-Channel gesammelt und die Unterstützer werden informiert, wann Geld aus dem Pott ausgeschüttet wird. I believe in you verzichtet dabei auf die Hälfte der Plattformgebühren bei Projekten im Zusammenhang mit der Coronakrise.

Die Spendenaktion «Jedes Ticket zählt» des Event- und Ticketing Startups Eventfrog kann bereit erste Erfolge vermelden. Bisher konnten Veranstalter mit Hilfe der Aktion 60’000 Franken sammeln. Dafür legen Veranstalter, Künstler und Vereine eigene Spenden-Events auf der Plattform Eventfrog an. Eventfrog sorgt über seine Kanäle für eine möglichst grosse Verbreitung der Aktion.

Dazu einer der Gründer und Geschäftsführer Mike Müller: «Die Corona-Krise trifft auch uns hart und hat einen Teil unserer Aktivitäten zum Stillstand gebracht. Mit der Spendenaktion können wir wenigstens unsere Marketingkanäle und -aktivitäten für einen sinnvollen Zweck einsetzen und die vielen in Not geratenen Kleinveranstalter unterstützen.» Gemäss Mike Müller soll die Spendenaktion in den kommenden Wochen weiter stark beworben werden. Er geht davon aus, dass Eventfrog die Spenden-Einnahmen noch um ein Mehrfaches steigern kann. (Press release / SK)

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Andri Silberschmidt wird Botschafter für lokale Geschäfte (Luzerner Zeitung)

1. April 2020
Mit speziellen Gutscheinen sollen Kunden lokale Geschäfte unterstützen, die ihre Türen derzeit nicht öffnen können. Die Initiative #togetherstrong will sie kurzfristig mit Liquidität versorgen, damit sie die Krise überstehen.  (wap) Über die Smartphone-App «poinz» kann man ab heute lokale Geschäfte unterstützen, die wegen der Coronakrise geschlossen bleiben müssen. Die Gutscheine werden über ...

Andri Silberschmidt wird Botschafter für lokale Geschäfte (Luzerner Zeitung)

1. April 2020

Mit speziellen Gutscheinen sollen Kunden lokale Geschäfte unterstützen, die ihre Türen derzeit nicht öffnen können. Die Initiative #togetherstrong will sie kurzfristig mit Liquidität versorgen, damit sie die Krise überstehen. 

(wap) Über die Smartphone-App «poinz» kann man ab heute lokale Geschäfte unterstützen, die wegen der Coronakrise geschlossen bleiben müssen. Die Gutscheine werden über die App gekauft und können eingelöst werden, sobald das betreffende Geschäft wieder geöffnet hat. Auf diese Weise wollen die Initianten dem lokalen Gewerbe zu sofortiger Liquidität verhelfen. Ins Leben gerufen wurde die Aktion #togetherstrong vom Schweizer Jungunternehmen «poinz», der Kommunikationsagentur «Blofeld» und der Genossenschaft «ProBon». Sie dauert bis mindestens Ende April. 

Prominentes Gesicht der Bewegung ist der Zürcher FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt. Dieser ist mit seiner Gastronomiekette «kaisin» selber vom Arbeitsverbot betroffen. Er kenne daher die Sorgen und Nöte der Kleinunternehmer, sagt er: «Ich musste nicht lange zögern, da unser Unternehmen wie tausende andere von der Krise betroffen ist und ich so nachvollziehen kann, in welcher Lage sie sich befinden. Die Kampagne hat das richtige Ziel: sofortige Liquidität.»

KMU, die mitmachen wollen, können sich auf www.togetherstrong.ch registrieren.

zur App «poinz»: AppStore / Google Play

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“Entrepreneurship is Crucial to Tackle Current Issues”: An Interview with Andri Silberschmidt (BlueLion)

31. März 2020
Switzerland is an ageing society. While the proportion of older people in society is growing due to an increase in life expectancy, the proportion of younger people is declining through lower birth rates. What does that mean for us? We talked to Andri Silberschmidt, the youngest member of the Swiss ...

“Entrepreneurship is Crucial to Tackle Current Issues”: An Interview with Andri Silberschmidt (BlueLion)

31. März 2020

Switzerland is an ageing society. While the proportion of older people in society is growing due to an increase in life expectancy, the proportion of younger people is declining through lower birth rates. What does that mean for us? We talked to Andri Silberschmidt, the youngest member of the Swiss parliament and strong supporter of the Swiss startup ecosystem, about the ageing society and entrepreneurship as a potential way to tackle this challenge.

Hi Andri, thank you very much for taking the time for this interview, despite the demanding times right now. Speaking of: The ongoing spring session of the National Council was cancelled due to the continuous spreading of COVID-19. How does the virus affect your role as co-founder of KAISIN and as a member of the parliament?

The whole situation is really challenging from many points of view. First of all, we decided to close all of our restaurants and send our employees home. As we only operate our delivery in Zurich, we will lose about 80 – 90% of our revenue. For a startup like ours with an ambitious growth plan this year, this situation is everything else than what we expected some weeks ago. Our focus is now to reduce all costs except labor cost to the maximum to make sure that we will survive this crisis. However, I’m optimistic that we will make it and also use this “free time” to develop new ideas.

I get dozens of messages on a daily basis from worried entrepreneurs and investors with similar challenges as we have in our company. Together with Judith Bellaiche, we collected all needs of the startup ecosystem into a letter to the federal council with short term measures to help startups. The letter was sent by the parliamentary group “Startups & Entrepreneurship” and was therefore supported by members of all parties. In this moment, it is crucial to stand together and formulate non-partisan claims.

You are co-initiator of the new parliamentary group “Startups und Unternehmertum”, with the goal of building up a lobby for startups in Bern. At the same time, you are fighting in parliament for a reform of pension funds: Is there a connection between these two aspirations on your part?

The reform of our pension system is something I came up with when I started with politics 8 years ago. The cumulative deficit of the first pillar (AHV) will be 190 billion CHF by 2045. I learned about this when I was an apprentice in a bank, and I didn’t understand why the big financial deficit was not a hot topic in politics. Normally, the Swiss way is to speak about challenges like this and try to solve it. But politics has only short-term sight and no willingness to reform the system and make it financially sustainable.

One contribution to our pension is the return of the pension funds. Here comes the link to the startup ecosystem. Until now, not many pensions invest in illiquid vehicles as they have to follow strict asset allocation limits. My party wants to get rid of asset allocation limits and introduce a “prudent investor rule”. Startups could benefit from this change by getting more investments (especially for bigger investment rounds).

During my first parliamentary session in December 2019, I realized that there is no institutionalized support for startups & entrepreneurs. While each county, industry and NGO has a parliamentary group, there was none for startups. That was a reason enough to co-found it together with Judith Bellaiche. We were able to unite members of all parties behind our group.

Switzerland is getting older thanks to a high level of prosperity, an excellent healthcare system and technological and medical progress. At the same time, the birth rate has settled at a low level. What challenges do you see coming with this so-called “ageing society”?

From a political point of view, we need to reform all our social welfare systems that were created in the last century. Most of them have rigid rules and are not adapting to the new circumstances. It’s key that the retirement age will rise and be more flexible in the future. We are one of the last OECD countries to have not changed it.

From an economic perspective, the ageing society offers new business opportunities for startups, but also a challenge for big corporations to reduce the “brain drain” due to the retirement of the baby boomer generation. It’s getting more and more important to be attractive to young talents.

It can be observed that more and more often young entrepreneurs are taking on pressing social challenges such as climate change, development aid or even the health system. In your opinion, what role does entrepreneurship play in addressing these challenges?

Entrepreneurs are trying to solve existing problems with new ideas and innovation. Therefore, entrepreneurship is crucial to tackle current issues. The new generation of entrepreneurs often asks “WHY” and not “WHAT” when they start their business.

The new “Samsung For Impact” program, launched by Samsung, is designed to support Swiss startups that address issues of our ageing society, such as the physical & mental health, mobility, housing or social cohesion of older people. How do you feel about large companies becoming increasingly involved in social issues?

It’s not a question of “IF”, but “WHEN” big companies start to engage more with impact orientated startups. It’s not that large corporations didn’t care about society in the past, but their structures and hierarchies are not as flexible as the ones of startups. It makes total sense to combine the strengths of both types of firms.

Where do you personally see the greatest potential for innovative and entrepreneurial approaches in the field of ageing society?

The biggest potential is probably in the health care system, where digitization and innovation will enable totally new ways of treatments for elderly people. On another note, rising loneliness of elderly people has to be taken seriously. Innovation can help to connect generations with each other to tackle mental health issues.

Business AND impact: contradiction or future trend?

Business always has impact. The question is, what kind of impact? Due to the current climate debates, it’s getting more important to set up sustainable business models without external costs.

What measures should be taken at a political level to further promote entrepreneurship in Switzerland?

Access to talent and capital are two very important topics almost all startups will face. In a motion, I asked the federal council to make it easier to hire specialists from non-EU countries. Another topic we will discuss within our parliamentary group is the tax consequences of employee shares. In the nearest future, our focus will definitely be to help startups overcome the COVID-19 recession.

You have gained entrepreneurial experience yourself and built up a successful startup – what advice can you share with prospective entrepreneurs?

If you don’t need a lot of capital to test your idea, just start it without a detailed business case and learn from each experience you get. Always start with “WHY” and think big after learning from your first experiences. Talk to entrepreneurs and learn from their failures to not repeat them again but make new learnings.

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Corona-Krise: Zahlreiche Startups fallen durch die Maschen der Liquiditätshilfe-Netze – Probleme und notwendige Massnahmen (MoneyToday.ch)

31. März 2020
Warum zahlreiche Startups keine Liquiditätshilfe beantragen können – und mit welcher praktikablen Lösung das Schweizer Startup Ökosystem gesichert werden kann. Die Finanzierung der Wirtschaft mit zwei Paketen zur Liquiditätshilfe ist letzten Donnerstag angelaufen. Der Bundesrat hat 20 Milliarden Schweizer Franken zur Verfügung gestellt, um Kleinstbetriebe und KMU über das Instrument von ...

Corona-Krise: Zahlreiche Startups fallen durch die Maschen der Liquiditätshilfe-Netze – Probleme und notwendige Massnahmen (MoneyToday.ch)

31. März 2020

Warum zahlreiche Startups keine Liquiditätshilfe beantragen können – und mit welcher praktikablen Lösung das Schweizer Startup Ökosystem gesichert werden kann.

Die Finanzierung der Wirtschaft mit zwei Paketen zur Liquiditätshilfe ist letzten Donnerstag angelaufen. Der Bundesrat hat 20 Milliarden Schweizer Franken zur Verfügung gestellt, um Kleinstbetriebe und KMU über das Instrument von Überbrückungskrediten mit dringend benötigter Liquidität zu versorgen.

Der COVID-19 Kredit wird über direkt eingereichte Kreditvereinbarungen schnell und unbürokratisch zur Verfügung gestellt – bis zu 500’000 Franken, mit einem Zins von null Prozent, zu 100 Prozent vom Bund verbürgt und abgesichert. Der COVID-19 Kredit Plus bezeichnet Überbrückungskredite bis zu 20 Millionen Franken mit einem Zinssatz von 0,5 Prozent, welche vom Bund zu 85 Prozent abgesichert werden und beantragt werden können.

Beide Formen der Überbrückungskredite für Unternehmen werden über rudimentär gehaltene Formulare beantragt und nach den Richtlinien des Bundes über die Schweizer Banken ausbezahlt. Das sehr schnell aufgezogene System und die Kooperation von Bund und Banken scheinen gut zu funktionieren. 

Nach Informationen des Staatssekretatis für Wirtschaft (SECO) vom Montag sind innerhalb von vier Tagen die Antragsformulare weit über 100’000 Mal heruntergeladen worden, was im Resultat zu knapp 32’000 abgeschlossenen Kreditvereinbarungen geführt hat. Bis letzten Sonntagabend sind Bürgschaften des Bundes in der Höhe von 6,6 Milliarden Franken beansprucht worden – das entspricht rund einem Drittel der bereitgestellten Summe von 20 Milliarden.

Kein Platz für Startups unter dem aufgespannten Rettungsschirm

Die Notverordnung des Bundesrates legt im Artikel 7 fest, dass der ausbezahlte Kredit bei höchstens 10 Prozent des Umsatzerlöses eines Gesuchsstellers liegen darf. Was für die Masse von KMUs durchaus sinnvoll erscheint, sperrt jedoch zahlreiche Startups von den Liquiditätshilfen aus. Es liegt im Wesen innovativer Startups, dass sie in den ersten Jahren keine oder keine nennenswerten Umsätze generieren können.

Profitieren können von einer integrierten “Ausnahmeregelung” gerade noch erst kürzlich gegründete Startups (1. Januar 2020 oder später), welche den Umsatzerlös nach der Formel “das Dreifache der Nettolohnsumme für ein Geschäftsjahr, mindestens aber 100 000 Franken und höchstens 500 000 Franken” ermitteln dürfen. Das führt zu einer ausbezahlten Kreditsumme, die im Höchstfall 50’000 Franken betragen kann. Unsere Recherchen zeigen, dass dieser Kanal funktioniert, von kleinen Startups genutzt wird und entsprechende Liquiditätshilfen auch konkret ausbezahlt worden sind.

Was kleinen und sehr jungen Startups helfen kann, funktioniert nicht für “fortgeschrittene” Startups mit einem weit höheren Reifegrad, weit entwickelter Technologie mit hohen Investitionen und mit einem Team von mehreren Spezialisten. Auch bisher gut finanzierte Unternehmen, zwischen 6 und 60 Monaten alt, geraten akut in Not. Tech-Unternehmen, welche in den nächsten Monaten ihre zweite oder dritte Funding-Runde durchführen wollten, stehen im Regen. 

Mit anderen Worten: Der COVID-19 Kredit und der COVID-19 Kredit Plus sind für KMU vorgesehen, bilden jedoch die Gruppe der reifen Startups in ihren grundlegend anders gearteten Situationen und Umfeldern nicht ab. 

Warum nichts weniger als das Schweizer Startup Ökosystem auf dem Spiel steht

Aufgrund der aktuellen Massnahmen des Bundes und des damit verbundenen Lockdowns haben die meisten Grossunternehmen den grössten Teil von Innovation & PoC (Proof of Concept) temporär geschlossen – genau das sind jedoch die Eintrittsportale für Startups.

Innovationsprojekte sind vorderhand gestoppt, reifere Startups können deshalb nicht agieren und werden um Monate zurückgeworfen. Die Durststrecke werden sie nicht aus eigener Kraft finanzieren können. Die bisher erfolgreich begangenen Finanzierungswege über Investoren und Venture Capital bleiben diesen Startups ohne PoC, konkrete Produkterfahrungen am Markt oder erste Kunden vorderhand verwehrt – als direkte Folge der Corona-Krise und des Stillstands durch den Lockdown.

Das heisst konkret: Das Schweizer Startup Ökosystem als Ganzes steht auf dem Spiel – entstanden und aufgebaut durch eine Vielzahl von Macherinnen und Machern, die in den letzten Jahren mit eigenem finanziellen Einsatz und harter Arbeit Innovationen geschaffen haben. Mit sichtbaren Leistungsausweisen, welche den Wirtschaftsstandort Schweiz international zusätzlich hervorragend positionieren – vor, während und insbesondere auch nach der Corona-Krise.

Was dieses Ökosystem und die Startups jetzt brauchen, ist “neue” Zeit, die ihnen durch die Corona-Krise und durch den Lockdown genommen worden ist. Diese Zeit muss finanziert werden. Geschieht das nicht, wird die starke und engagiert gelebte Startup- und Innovations-Kultur der Schweiz um Jahre zurückgeworfen, weil zu viele innovative Startups diese Krise nicht überleben werden.

Der Vorschlag der Parlamentarischen Gruppe “Startups & Unternehmertum”

Die Co-Präsidenten und Nationalräte Judith Bellaiche und Andri Silberschmidt haben im Namen der Parlamentarischen Gruppe “Startups & Unternehmertum” vor gut einer Woche einen konkreten Vorschlag für ein notwendiges “Massnahmenpaket für das Schweizer Startup Ökosystem” bei den Bundesräten Guy Parmelin und Ueli Maurer platziert. Der Vorschlag beschreibt im Detail und sehr konkret drei Kernmassnahmen – wir bringen den folgenden Auszug als Zitat im Originalwortlaut:

1. Zugang zu Überbrückungskrediten unter CHF 500’000
Überbrückungskredite von bis zu CHF 500’000 stehen auch Unternehmen zur Verfügung, die noch keine repräsentativen Geschäftsergebnisse aufweisen können, wobei die Kapitalgeber eine minimale Prüfung der Business Pläne vornehmen sollen. Als Validierungskriterium werden Zusagen von Innosuisse-Projektfinanzierungen oder -unterstützungen, Träger eines Spinoff-Labels einer Schweizerischen Universität / Hochschule (Spinoffs), bereits erfolgte oder zugesicherte Durchführungen von Finanzierungsrunden mit externen Investoren über mindestens dieselbe Höhe des beantragten Kreditbetrags akzeptiert.

2. Schaffung eines Pandemie-Fonds
Für Finanzierungshilfen über CHF 500’000 erscheint eine Prüfung durch Banken als ungeeignet, da sie eine profunde Erfahrung im Umgang mit Risikokapital erfordern. Es besteht das Risiko, dass Kreditanträge daran scheitern, dass sie die klassischen Kriterien für eine Vergabe von Bankkrediten verfehlen. Im Hinblick auf eine nachhaltige, strukturelle Stützung junger Unternehmen beantragen wir deshalb – analog dem Technologiefonds – die Schaffung eines Pandemie-Fonds für Startups in der Höhe von CHF 375 Mio.

Dabei tritt der Bund nicht selbst als Kapitalgeber auf, sondern bürgt für die vom Fonds gewährten (Wandel-)Darlehen an Schweizer Startups, die vielversprechende Technologien entwickeln und über ein skalierbares Geschäftsmodell verfügen. Der Fonds soll breit verankert sein und professionell verwaltet werden. Als Patronat für den Fonds schlagen wir die Swiss Entrepreneur Foundation und die Swiss Entrepreneurs AG vor, die bereits das Vertrauen des Bundes geniessen. Die Vergabe von Darlehen orientiert sich dabei an den Grundsätzen von Risikokapitalprüfungen. Der Bund wird für diese Bürgschaft mit einem Zinssatz von 1% p.a. des investierten Kapitals entschädigt.

3. Diskriminierungsfreier Zugang zu Kurzarbeitsentschädigung
Wir begrüssen ausdrücklich, dass die Kurzarbeitsentschädigung auf geschäftsführende Inhaber und ihre EhegattInnen erweitert wird. Die vorgesehene Pauschalisierung und insbesondere die niedrige Pauschalsumme sind jedoch schwerlich nachvollziehbar. Wir beantragen eine Kurzarbeitsentschädigung von 80% des Gehalts und möchten daran erinnern, dass diese Inhaber nicht selten jahrelang ALV-Beiträge geleistet haben und das bestehende System unterstützt haben. Eine Diskriminierung ist in der aktuellen Situation nicht opportun. Um allfälligen Missbrauchsbedenken entgegenzutreten, ist das massgebende Gehalt anhand des Durchschnitts der letzten 3 Jahre zu bemessen und auf das für das Arbeitslosengeld geltende Höchstlohn zu beschränken.

Im Übrigen ist auch bezüglich des Zugangs zu Kurzarbeitsentschädigung von allfälligen Kriterien des «gesunden Geschäftsgangs» oder «anrechenbaren Arbeitsausfalls» für Startups abzusehen, da diese auf Geschäftsmodelle von Startups grundsätzlich nicht anwendbar sind. ((Zitat Ende))

Der Brief an den Bundesrat vom 22. März 2020 in voller Länge kann hier als PDF runtergeladen werden. 

Erfahrungen mit Überbrückungskrediten

Aktuell sammelt die “Startup Task Force” Erfahrungen von Startups zu Überbrückungskrediten im Umgang mit den verschiedenen Banken. Diese Erfahrungen sollen in komprimierter Form über die Parlamentarischen Gruppe “Startups & Unternehmertum” in die Politik eingebracht werden. Ein zentraler Punkt, um die deponierten Vorschläge mit Stimmen aus dem Startup Ökosystem und konkreten Erkenntnissen ergänzen zu können.

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«Wir ertrinken fast in Bestellungen» (Blick)

31. März 2020
Für viele Onlinehändler bedeutet der Corona-Lockdown das Geschäft ihres Lebens. Für Roland Brack ist das allerdings kein Grund zur Freude. Er ruft die Online-Besteller zur Mässigung auf. Roland Brack (47) hätte nie gedacht, dass er das einmal sagen würde. Doch wegen der Corona-Krise herrscht auch in seinem Unternehmen der Ausnahmezustand – ...

«Wir ertrinken fast in Bestellungen» (Blick)

31. März 2020

Für viele Onlinehändler bedeutet der Corona-Lockdown das Geschäft ihres Lebens. Für Roland Brack ist das allerdings kein Grund zur Freude. Er ruft die Online-Besteller zur Mässigung auf.

Roland Brack (47) hätte nie gedacht, dass er das einmal sagen würde. Doch wegen der Corona-Krise herrscht auch in seinem Unternehmen der Ausnahmezustand – und der Chef des Onlineshops Brack.ch wünscht sich sehr, als dass vorübergehend weniger bei ihm eingekauft wird.

«Bitte bestellt nicht so viel!» Diesen Appell richtete er gestern im Gespräch mit FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt (26) an die Öffentlichkeit. Der Zürcher Politiker hatte den Unternehmer zu einem Video-Talk auf Instagram geladen. Dort beantwortete dieser Fragen der Zuschauer und erzählte, was die Corona-Krise für seine Firma bedeutet.

Zehn neue Mitarbeiter pro Tag

Was er berichtete, ist eindrücklich: «Wir ertrinken fast in Bestellungen», sagte Brack. «In gewissen Bereichen haben wir eine Woche Rückstand, weil so wahnsinnig viele Bestellungen reinkommen. Das ist unvorstellbar.»

Rund zehn neue Mitarbeiter stellt Brack ein – pro Tag! Zudem würden auch Angestellte, die sonst im Büro arbeiten, nun im Lager aushelfen. Auch nachts und am Sonntag laufe der Betrieb auf Hochtouren. «Letzte Woche haben wir am Samstag und Sonntag durchgearbeitet und es hat nicht gereicht. Wir sind jeden Tag noch weiter in Rückstand gekommen», erzählt Brack.

Schutzmasken gehen direkt an Spitäler

Einzelne Produkte hat der Onlinehändler wegen der riesigen Nachfrage vorübergehend aus dem Sortiment genommen. Zum Beispiel WC-Papier. Auch Schutzmasken gibts nicht mehr zu kaufen. Diese würde man zwar in grossen Mengen importieren, aber direkt an Spitäler weitergeben.

Der Instagram-Talk mit Unternehmer Brack war für FDPler Silberschmidt eine Premiere. Künftig wolle er auf diesem Kanal mehrmals pro Woche mit spannenden Persönlichkeiten ins Gespräch kommen, kündigt der derzeit jüngste Nationalrat an. (lha)

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Startup-Finanzierung in der Coronakrise: Die Nebel lichten sich (startupticker.ch)

26. März 2020
Heute hat der Bundesrat seine Verordnung zu Liquiditätshilfen vorgestellt. Sehr junge Unternehmen werden unterstützt, auch wenn sie erst seit kurzem Umsatz erzielen. Startups mit Umsatz Null und Finanzierung praktisch ausschliesslich über Venture Capital werden aber wohl nicht profitieren können. Umso wichtiger sind positive Signale von Supportorganisationen, Business Angel Clubs und ...

Startup-Finanzierung in der Coronakrise: Die Nebel lichten sich (startupticker.ch)

26. März 2020

Heute hat der Bundesrat seine Verordnung zu Liquiditätshilfen vorgestellt. Sehr junge Unternehmen werden unterstützt, auch wenn sie erst seit kurzem Umsatz erzielen. Startups mit Umsatz Null und Finanzierung praktisch ausschliesslich über Venture Capital werden aber wohl nicht profitieren können. Umso wichtiger sind positive Signale von Supportorganisationen, Business Angel Clubs und Investoren.

An seiner ausserordentlichen Sitzung vom 25. März 2020 hat sich der Bundesrat mit der Liquiditätshilfe für KMU befasst. Diese sollen raschen Zugang zu Krediten für die Überbrückung von Corona-bedingten Liquiditätsengpässen erhalten. Betroffene Unternehmen können Überbrückungskredite im Umfang von höchstens 10% ihres Jahresumsatzes bis max. 20 Millionen Franken von ihren jeweiligen Banken beantragen. Bei jüngeren Unternehmungen/Startups, die noch keine Jahresumsätze vorweisen können, orientiert sich die Höhe des Kredites an einer Schätzung des Umsatzes.

Bis zu 500’000 Franken werden Kredite unbürokratisch innert kurzer Frist ausbezahlt und zu 100% vom Bund abgesichert. Der Zinssatz ist auf null Prozent festgelegt. Der Kreditantrag wird ab Donnerstag nach Inkrafttreten der Verordnung auf der Webseite covid19.easygov.swissverfügbar sein. Da viele KMU nur über eine Kontoverbindung bei PostFinance verfügen, ermöglicht der Bundesrat auch der PostFinance, ihren bestehenden Firmenkunden unbürokratischen Zugang zu Krediten bis 500’000 Franken zur Verfügung zu stellen.

Überbrückungskredite, die den Betrag von 500’000 CHF übersteigen, werden zu 85% vom Bund abgesichert. Die kreditgebende Bank beteiligt sich mit 15% am Kredit. Solche Kredite können bis zu 20 Millionen Franken pro Unternehmen betragen und setzen deshalb eine umfassendere Bankenprüfung voraus. Bei diesen Krediten beträgt der Zinssatz aktuell 0,5% auf dem vom Bund abgesicherten Darlehen.

Weitere Informationen finden sich in den Erläuterungen zur Verordnung. Diese kann unten heruntergeladen werden.

Kein Ersatz für Investments

Dank der Ausnahmeregelung für junge Firmen beim Umsatz können nun auch junge Unternehmen von den Liquiditätshilfen profitieren. Allerdings ist die Ausnahmeregelung offenbar nicht gedacht für Startups, die unter nicht zustande gekommenen Finanzierungsrunden leiden. Die Ausnahmeregelung dient dazu, Unternehmen, die noch zu jung sind, um einen oder gar mehrere Jahresumsätze nachweisen zu können, zu unterstützen. Sie stellen keine Alternative zu Geldern von Investoren dar.

Die Nationalräte Judith Bellaiche und Andri Silberschmidt sammeln derzeit Erfahrungen von Startups mit dem Überbrückungskredit über die Webseite https://team-start-up.ch/taskforce.php. Darauf aufbauend werden sie ihre nächsten Schritte planen.

Gute Nachrichten von Supportern und Investoren

Umso wichtiger ist es, dass der finanzielle Support für Schweizer Startups weiter funktioniert und auch bei den Investoren nicht totale Flaute herrscht. Hier gab es in den vergangenen Tagen mehrere gute Nachrichten: Die Projektförderung von Innosuisse läuft normal weiterVenture Kick wird wie geplant dieses Jahr fünf Millionen Franken in Startups investieren. SICTIC führt den Betrieb fort und bringt Startups und Business Angels auch direkt auf seiner Plattform zusammen.

Bei den VCs herrscht ebenfalls kein absoluter Stillstand. Dies zeigt eine Datensammlung namens Covid19 European Investor Status (Google Doc). Sie verzeichnet derzeit rund 90 europäische Investmentgesellschaften, die weiterhin investieren. Da die Datensammlung in Grossbritannien gestartet ist, finden sich bisher vor allem Investoren mit Sitz in London in der Liste. Dabei sind aber zum Beispiel auch investiere, SIX Fintech Ventures oder Ringier Digital Ventures aus der Schweiz. Weitere Investoren können sich jederzeit in die Liste eintragen.

Darüber hinaus haben die Nationalräte Judith Bellaiche und Andri Silberschmidt einen Pandemiefonds nach dem Vorbild des Technologiefonds angeregt. Mehr Informationen dazu finden Sie in einem weiteren Artikel.

(Stefan Kyora)

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Startups und Liquiditätshilfen: Nationalräte haken nach (startupticker.ch)

25. März 2020
Das am Freitag bekannt gegebene Massnahmenpaket des Bundesrates ist weitherum gut aufgenommen worden. Eine genauere Lektüre zeigt jedoch die Gefahr, dass Startups bei der Unterstützung leer ausgehen könnten. Deswegen fordert die Parlamentarische Gruppe Startups und Unternehmertum Anpassungen und einen Pandemiefonds. Die umfassenden Unterstützungsleitungen, die der Bundesrat  und das Tempo, mit dem sie ...

Startups und Liquiditätshilfen: Nationalräte haken nach (startupticker.ch)

25. März 2020

Das am Freitag bekannt gegebene Massnahmenpaket des Bundesrates ist weitherum gut aufgenommen worden. Eine genauere Lektüre zeigt jedoch die Gefahr, dass Startups bei der Unterstützung leer ausgehen könnten. Deswegen fordert die Parlamentarische Gruppe Startups und Unternehmertum Anpassungen und einen Pandemiefonds.

Die umfassenden Unterstützungsleitungen, die der Bundesrat vergangene Woche vorgestellt hat und das Tempo, mit dem sie erarbeitet wurden, sind bei Unternehmern auf breite Zustimmung gestossen. Dies nicht zuletzt, weil Forderungen, die aus Unternehmerkreisen immer wieder gestellt worden waren, nun Beachtung gefunden haben. Dies gilt insbesondere für die Ausweitung der Kurzarbeit. Die Kurzarbeitsentschädigung kann neu auch für arbeitgeberähnliche Angestellte ausgerichtet werden. Als arbeitgeberähnliche Angestellte gelten z.B. Gründer einer GmbH, oder Mitinhaber einer AG, welche als Angestellte gegen Entlohnung im Betrieb arbeiten. Zudem wurden die entsprechenden Anträge vereinfacht.

An diesem Punkt wird allerdings kritisiert, dass Mitinhaber von Unternehmen nur eine Pauschale von 3320.- Franken als Kurzarbeitsentschädigung für eine Vollzeitstelle geltend machen können und nicht 80% des vollen Gehalts wie andere Angestellte. Die Ungleichbehandlung ist in der Tat schwer zu verstehen, da auch Mitinhaber die vollen Beträge für die Arbeitslosenversicherung zahlen müssen.

Startups bei Liquiditätshilfen im toten Winkel
Wichtiger sind indes Probleme bei der Liquiditätshilfen. Betroffene Unternehmen sollen rasch und unkompliziert Kreditbeträge bis zu 10% des Umsatzes erhalten. Für Startups, die sich in der Entwicklungsphase befinden und kaum Umsätze erzielen, ist dies kein tauglicher Massstab. Zudem ist fraglich, ob Banken und Bürgschaftsgenossenschaften, die die Kredite bewilligen sollen, das notwendige Know-how in Sachen Startup mitbringen.

Aufgrund dieser Schwierigkeiten haben die Nationalräte Judith Bellaiche und Andri Silberschmidt im Namen der Parlamentarischen Gruppe Startups und Unternehmertum einen zweiten Brief mit Forderungen an den Bundesrat geschrieben, der Startupticker vorliegt. Der erste Brief war vergangene Woche übergeben worden.

Damit auch Startups von den Liquiditätshilfen profitieren können, schlagen Bellaiche und Silberschmidt eine zweigeteilte Unterstützung vor.

  • Überbrückungskredite von bis zu CHF 500’000 stehen auch Unternehmen zur Verfügung, die noch keine repräsentativen Geschäftsergebnisse aufweisen können, wobei, die Kapitalgeber eine minimale Prüfung der Business Pläne vornehmen sollen. Für die Unterstützung qualifiziert sein sollen etwa Startups, die schon Finanzierungsrunden abgeschlossen haben, Träger eines Spin-off Labels sind oder von der Innosuisse gefördert wurden.
  • Für Finanzierungshilfen von über 500‘000 Franken soll ein Pandemiefonds analog zum Technologiefonds geschaffen werden. Der Bund soll dabei Bürgschaften für die vom Fonds gewährten (Wandel-)Darlehen an Schweizer Startups übernehmen. Der Fonds soll breit verankert sein und professionell verwaltet werden. Die Vergabe von Darlehen soll sich an den Grundsätzen von Risikokapitalprüfungen orientieren.

Die Forderungen sind dem Bundesrat bereits übergeben worden. Nun ist abzuwarten, wie sie berücksichtigt und umgesetzt werden und welche Erfahrungen Startups mit dem Hilfspaket in der Praxis machen. (Stefan Kyora)

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Die Corona-Krise bringt zahlreiche Unternehmen in der Schweiz in Not: Liquiditätshilfen und Kurzarbeit auch für Startups? (MoneyToday.ch)

24. März 2020
Das von Judith Bellaiche und Andri Silberschmidt vorgeschlagene Massnahmenpaket für das Schweizer Startup-Ökosysteme soll den Schutzschirm auch für Startups öffnen. Die Startup Task Force des Teams Startup (Judith Bellaiche und Andri Silberschmidt) lancierte im Zusammenhang mit der Corona-Krise eine  in der Schweiz. Das Ziel war herauszufinden, wo der Startup-Schuh am meisten drückt und welche Herausforderungen ...

Die Corona-Krise bringt zahlreiche Unternehmen in der Schweiz in Not: Liquiditätshilfen und Kurzarbeit auch für Startups? (MoneyToday.ch)

24. März 2020

Das von Judith Bellaiche und Andri Silberschmidt vorgeschlagene Massnahmenpaket für das Schweizer Startup-Ökosysteme soll den Schutzschirm auch für Startups öffnen.

Die Startup Task Force des Teams Startup (Judith Bellaiche und Andri Silberschmidt) lancierte im Zusammenhang mit der Corona-Krise eine Online-Umfrage bei Startups in der Schweiz. Das Ziel war herauszufinden, wo der Startup-Schuh am meisten drückt und welche Herausforderungen Schweizer Startups im Strudel der Corona-Krise aktuell zu bewältigen haben.

Hintergrund: Startups können sich nicht für Kurzarbeit und andere Massnahmen qualifizieren, da diese einen “gesunden” Geschäftsgang voraussetzen. Es gehört jedoch zu den inhärenten Merkmalen von Startups, dass sie während mehrerer Jahre keine Gewinne ausweisen, sondern bewusst Wachstum zulasten der Profitabilität anstreben. Ergo: Schlechte Karten für Startups in einem Umfeld, das Unternehmen an den Rand des Abgrunds bringen kann – oder darüberhinaus.

Die Resultate sind vom Team Startup konsolidiert und zu einem einheitlichen Bild zusammengetragen worden – ein Bild, das zeigt, in welchen Bereichen und warum Startups aktuell gefährdet sind.

Nägel mit Köpfen Teil 3

Über die Nägel mit Köpfen Teil 1 und Teil 2 in Form von eingelösten Wahlversprechen, haben wir bereits am 11. März 2020 ausführlich berichtet. Die dritte Ausprägung der Nägel mit Köpfen: 

Die Parlamentarische Gruppe “Startups & Unternehmertum”, gegründet und präsidiert von Nationalrätin Judith Bellaiche und Nationalrat Andri Silberschmidt, hat die konsolidierten Resultate der Umfrage zu einem Massnahmen-Katalog zusammengefasst, der am 19. März 2020 beim Bundesrat platziert worden ist. Der dringende Appell an Wirtschaftsminister Guy Parmelin ist im Kern mit zwei Hauptforderungen verbunden worden:

1. Schaffung eines Pandemiefonds für Startups

2. Gleichbehandlung von Startups mit KMU und anderen WirtschaftsteilnehmerInnen

Die aus Sicht der Initianten notwendigen Massnahmen können im Brief an den Bundesrat im Detail nachgelesen werden.

Der Brief hat den Bundesrat einen Tag vor der denkwürdigen Medienkonferenz am 20. März 2020 erreicht, in welcher die Bundesräte Guy ParmelinUeli Maurer und Alain Berset gemeinsam über die Massnahmen zur Rettung der Schweizer Wirtschaft nach dem Lockdown informiert haben.

Wenn alle am selben Strick ziehen

Ob mit der stark gesetzten Flagge der Parlamentarischen Gruppe “Startups & Unternehmertum” dringliche Forderungen bereits ins Massnahmen-Paket des Bundesrates eingeflossen sind oder ob der Bundesrat aus eigener Initiative die Anspruchsgruppen massiv ausgeweitet hat – das Resultat bleibt erfreulich und dasselbe. 

Mit den vorgestellten Notfallbestimmungen öffnet sich der Schutzschirm für sofortige Liquiditätshilfe und die Möglichkeit für Kurzarbeit voraussichtlich auch für Startups. Die gelockerten Bestimmungen und die reduzierten Anforderungen, um Unterstützung in Anspruch nehmen zu können, folgen im ausformulierten Detail erst in den nächsten Tagen. Wir gehen jedoch nach der Botschaft des Bundesrates davon aus, dass Startups mit unter dem Schutzschirm Platz haben, so wie andere KMUs auch.

Wer auch immer wie heftig an welchem Strick gezogen hat, offenbar haben alle Beteiligten in dieselbe Richtung gezogen. Exponenten aus dem Parlament, die Lobby für Startups und der Bundesrat sind sich offensichtlich einig: Startups sind ein zentraler Teil der Schweizer Wirtschaft und deshalb genau so schutz- und unterstützenswürdig wie andere KMUs und andere Teile der Wirtschaft.

Die vergangenen Freitag stark gesetzten Signale des Bundesrates und das an der Pressekonferenz kommunizierte Massnahmenpaket werden helfen, dass Einzelfirmen, KMUs, Startups und grössere Unternehmen im Geschäft bleiben und weiterhin gemeinsam die Schweizer Wirtschaft in Bewegung halten können. Zusammen mit tausenden von Teams und hundertausenden von Mitarbeitern, welche in gesicherten Jobs gemeinsam am Karren ziehen, um ebenso gemeinsam den Wirtschaftsstandort Schweiz auch in Krisenzeiten zu stärken.